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Geprüft am 2026-02-16. Was noch umstritten ist, wird als umstritten gekennzeichnet.
== Diagnostik == Zur Diagnose von Harnsteinen werden bildgebende Verfahren eingesetzt, allen voran die Ultraschalluntersuchung. Die Bildgebung kann auch Hinweise auf die Zusammensetzung eines Steins liefern. Bei entnommenen beziehungsweise bei ausgeschiedenen Steinen kann die Zusammensetzung durch analytische Verfahren wie Infrarotspektroskopie, Röntgendiffraktionsanalyse sowie Polarisationsmikroskopie erfolgen. Die Untersuchung des Urins gibt Aufschluss über das Vorliegen einer Cystinurie – die Konzentrationen von Cystin ist dann im Urin deutlich erhöht. „Röntgendichte Zystinsteine bilden sich im Nierenbecken oder in der Blase. Ausgußsteine sind häufig. Zystin kann im Urin in Form von gelbbraunen, hexagonalen Kristallen auftreten. Mittels Nitroprussid-Zyanidtest kann das vermehrte Zystin im Urin nachgewiesen werden. Die Bestätigung der Diagnose erfolgt durch Chromatographie und Elektrophorese.“ Bei Hunden und Katzen mit Cystinurie lassen sich im Urinsediment charakteristische sechseckige Kristalle nachweisen, Cystin kann auch quantitativ im Harn bestimmt werden. Da die Cystinsteine nur schwach röntgendicht sind, können kleinere Steine im Röntgenbild übersehen werden. Sensitiver sind die Sonografie oder die Doppelkontrastzystographie.
Quellen: de.wikipedia.org
== Behandlung == Aufgrund des inneren Aufbaus der Steinstruktur können Cystinsteine sehr schlecht bis überhaupt nicht mit Hilfe von Zertrümmerungstechniken wie z. B. der Stoßwellentherapie ESWL behandelt werden. In der Regel muss operativ vorgegangen werden, um die Steine zu entfernen:
Quellen: de.wikipedia.org
Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL) – mit einer Punktionsnadel wird ein dünner Kanal von außen zur Niere gebohrt. Durch den Kanal wird ein optisches Instrument eingeführt, die Nierensteine werden zerkleinert und entfernt. Das Verfahren wird besonders bei großen Steinen über 2 cm Durchmesser angewandt. Ureterorenoskopie (URS) – diese operative Methode wird vornehmlich bei Steinen bis 2 cm Durchmesser in sämtlichen Lokalisationen des Harntraktes eingesetzt. Ein starres beziehungsweise ein flexibles dünnes Rohr wird mit einem optischen Instrument (ähnlich wie bei einer Blasenspiegelung) über die Harnröhre in die Blase und weiter in den Harnleiter eingeführt. Über den Arbeitskanal des optischen Instruments lassen sich unterschiedliche Geräte zur Zertrümmerung und zur Entfernung der Harnleitersteine einführen. Dies können Ultraschallsonden, Lasersonden oder spezielle Sonden oder Zangen sein. Manchmal wird dabei auch ein Katheter als Platzhalter (Stent oder Harnleiterschiene) für einige Tage im Harnleiter belassen, um den natürlichen Abgang weiterer Steinfragmente zu erleichtern. Schlingenextraktion – Wegen der hohen Verletzungsgefahr wird sie heute nur noch in Ausnahmefällen durchgeführt. Über die Harnröhre wird eine Schlinge eingeführt und der Arzt versucht, den Stein herauszuziehen. In den EU-Richtlinien wird diese Art der Behandlung nicht mehr erwähnt, da die Verletzungsgefahr des Harnleiters durch scharfkantige Steine relativ hoch ist. Als letzte Möglichkeit muss der Stein durch eine offene Operation entfernt werden.
Quellen: de.wikipedia.org
Bei Hunden und Katzen kann versucht werden, den Stein mittels einer Diät aufzulösen. Hierzu wird Methionin oder generell Protein im Futter reduziert (hierzu gibt es kommerzielle Futtermittel), die Harnausscheidung erhöht und der Harn mit Kaliumcitrat alkalisiert. Durch die Gabe von Tiopronin oder D-Penicillamin entstehen gut lösliche Disulfide des Cysteins. Durch Gabe von Ascorbinsäure wird Cystin zu Cystein reduziert. Da diese Ascorbinsäure den Urin ansäuert, ist eine zusätzliche Alkalisierung zwingend erforderlich. Zudem erhöht sich das Risiko der Entstehung von Oxalatsteinen. Führen diätetische und medikamentöse Maßnahmen nicht zur Steinauflösung oder liegt ein akuter Verschluss der Harnwege vor, müssen die Steine entfernt beziehungsweise der Verschluss beseitigt werden. Bei schweren rezidivierenden Verläufen kann als Ultima Ratio auch eine Euthanasie des Tieres in Betracht kommen.
Quellen: de.wikipedia.org
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